DAS WASSER SO KALT
„Marie wickelt die blaue Tasse in Zeitungspapier und legt sie in den Karton, zu den anderen Sachen. In einer Ecke des Zimmers stehen Leinwände, gebündelt. Daneben die Staffelei. Sie ist gerüstet, ihr Leben verpackt, verzurrt, abholbereit. Morgen werden sie kommen und alles mitnehmen, auch Marie.“
Nomen ist nicht immer Omen. Das zumindest weiß Marie Glücklich sicher. Frisch verlassen, stellen- und mittellos, kehrt sie in ihre schwäbische Heimat zurück. Als eine alte Schulfreundin ihr einen Job vermittelt, lässt sie sich, wenn auch widerwillig, auf die Sache ein: Das Institut für Demoskopie in Allensbach sucht für eine Studie über den 'Einfluss des Internet auf die Partnersuche' allein stehende Männer und Frauen, die in einer Online-Kontaktbörse ein Inserat aufgeben. Als Marie wenig später anonyme Anrufer erhält und in der Nähe ihres Hauses am Seeufer die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, ist sie allerdings nicht mehr sicher, ob es die richtige Entscheidung war.
„Ihr war übel. Sie fühlte sich beobachtet, sie fühlte die Augen eines heimlichen Beobachters auf ihren Schultern. Vorsichtig ließ sie den Blick schweifen. Wachsam. Über mattgelbes Schilf, den dicken Blätterteppich, die Kopfweiden, dicht besetzt von Misteln. Über die Birkenblätter, die aussahen wie Goldmünzen, die man aufsammeln und damit sein Glück machen konnte. In diesem Moment lichtete sich der Nebel, und blassgelbe Sonnenstrahlen ließen die Brombeerblätter in allen erdenklichen Rottönen aufleuchten. Die Landschaft erschien ihr jetzt unwirklich, wie eine romantische Kulisse, die man versehentlich für ein Moritatenstück hergenommen hatte. Hinter ihr im Gebüsch knackte es noch einmal, lauter diesmal. Konnte das ein Tier sein? Sie musste weg hier. Von diesem Ort, von dieser trügerischen Idylle, die den Tod gesehen hatte.“
Das erste Buch
Mein erstes Buch schrieb ich zwischen zwei Übersetzungsaufträgen und als Mutter dreier (kleiner) Kinder. Es war von Anfang an eine Mischung aus Experiment und Herausforderung. Würde ich es hinkriegen? Würde ich es durchziehen oder stattdessen in einem Berg Wäsche untergehen? Getreu dem Motto meiner Vorbilder Natalie Goldberg und Julia Cameron schrieb ich über etwas, das ich kannte, und versuchte dabei, den inneren Kritiker so gut es ging stummzuschalten. Der Prozess war intensiv, chaotisch und manchmal so unberechenbar wie eine Dreijährige mit Pippi-Langstrumpf-Perücke – aber ich habe unheimlich viel gelernt. Besonders faszinierte mich, verschiedene Erzählstränge zu verweben, eine Technik, die seitdem das Herzstück meiner Bücher ist. Dieses Debüt markierte den Anfang einer Reise, die ich mir damals, zwischen Kinderchaos und Technischen Texten, kaum hätte ausmalen können.
Pressestimmen zu "Das Wasser so kalt" - Buch und Hörbuch
"Atmosphärisch, düster und unergründlich"
Südkurier
"Ein packender Bodensee-Krimi."
Lindenberg aktiv
"Der Krimi entfaltet durch seinen langsam sich steigernden Spannungsfluss eine ungeheure Sogwirkung und nimmt den Leser für sich ein - und hinterlässt eine Gänsehaut."
rv-news
"... der ruhige Krimi hält seinen Spannungsbogen bis zum eisig-nassen Ende durch."
St. Galler Tagblatt
"Die spannende Handlung, geschildert in sicherer, leicht lesbarer Sprache, macht 'Das Wasser so kalt' zu ansprechender Unterhaltung."
Der Westallgäuer
"Eine höhere Pulsfrequenz und gieriges Umblättern beim Lesen ist jedoch auch den Buchwürmern beschieden, die die Reize des Bodensees, der Landschaft, Architektur und der Eigenheiten der Menschen entlang seines Ufers nur als schmückendes Beiwerk für eine tolle Story empfinden."
Lindauer Bürgerzeitung
"... eine Geschichte, die [...] einen Höchstgrad an Realismus besitzt und vielleicht deshalb derart fesselnd daherkommt."
Schwäbische Zeitung
"Gewandter, fesselnder Schreibstil, meisterlich verknüpfte Handlungsstränge und atemlose Spannung.« Südkurier
»Ein spannender Krimi mit viel Lokalkolorit der schönen Bodenseelandschaft."
Das schöne Allgäu
"Gänsehaut in der Idylle. [...] eine atmosphärisch dichte Geschichte mit falschen Fährten und unschuldigen Verdächtigen."
Wochenblatt Friedrichshafen
"Besonders die psychologisch durchleuchteten Personenbeschreibungen lassen den Leser tief in das Geschehen eintauchen. Unheimlich und spannend wird es am Bodensee."
Radio RSA
"Der Herr Kommissar braucht sich vor seinen Kollegen Brunetti, Wallander, Hunkeler und wie sie alle heissen nicht zu verstecken."
Appenzeller Zeitung