Eine Suche. Eine Liebe. Ein Verbrechen.
»Deine Mutter ist verschwunden.« Eine Abfolge von Gefühlen zog über sein Gesicht: Ungläubigkeit, Entsetzen und schließlich diese Angst, die nun in der Welt war wie ein Geist, den man aus der Flasche gelassen hat.
Riga, Ostern 1998. Rebecca Maywald verschwindet spurlos. Sie hinterlässt eine achtjährige Tochter. Viele Jahre später setzt ein anonymer Brief Ereignisse in Gang, die das Leben zweier Familien für immer verändern sollen.
Berlin, 2023. Mathilda, Ex-Gebirgsjägerin, provoziert einen Autounfall, um mit Falk von Prokhoff, dem Sohn einer angesehenen Diplomatenfamilie, in Kontakt zu kommen. Der Grund bleibt zunächst unklar. Womit sie nicht gerechnet hat: Dass sie sich in ihn verliebt. Ein gefährliches Spiel um falsche Identitäten, unentdeckte Verbrechen und dubiose Machenschaften der Familienstiftung »Drei Linden« beginnt …
Der erste Impuls
Inspiration ist ein seltsames Ding, das auf unerklärliche Weise zu einem findet. Für Kaiserwald kam sie an einem eisigen Dezembertag in Riga, in der Moskauer Vorstadt, kurz vor Einbruch der Dämmerung. Schneeflocken wirbelten durch die Luft, während wir aus der Tram stiegen und durch menschenleere Straßen liefen, vorbei an verwitterten Holzhäusern und graugesichtigen Mietblöcken. Altmodische Laternen, quer über die Straße gespannt, schwankten sacht im Wind und tauchten alles in ein diffuses Licht. Eine unwirkliche Stille lag über dem Ort, und plötzlich fühlte es sich an, als blickte ich durch ein Fenster direkt in die Vergangenheit – mitten in den alten Ostblock. Langsam formte sich die Idee, diesen Ort in die nächste Geschichte einzuflechten.
Und dann kamen zwei meiner Töchter ins Spiel. Mit ernsten Gesichtern verkündeten sie eines Tages: "Wir machen freiwilligen Wehrdienst bei den Gebirgsjägern!" Daraus wurden zwei Jahre in einer Kampfkompanie – wie konnte ich da nicht inspiriert werden? Riga und die Gebirgsjäger verbanden sich in meinem Kopf zu einem Roman, der Realität und Fiktion gleichermaßen atmet.
"Bis heute frage ich mich, wieso mein Leben damals nicht einfach aufgehört hat. Ich wollte mich auflösen in jenen Nächten, in denen ich wach lag, an meinen Nägeln
kaute und in die Vergangenheit reiste, in jeden einzelnen Tag, in jede einzelne Minute."
Kurzer Einblick in die Themenwelt:
HSAM
Highly Superior Autobiographical Memory (HSAM) bezeichnet die außergewöhnliche Fähigkeit, persönliche Erinnerungen detailliert und fehlerfrei zu speichern und abzurufen. Menschen mit HSAM können sich an nahezu jeden Tag ihres Lebens erinnern, einschließlich spezifischer Daten und Ereignisse, oft verbunden mit emotionalen Details. Anders als bei normalem Erinnerungsvermögen verblassen diese Gedächtnisinhalte nicht und erfordern keine bewusste Anstrengung. Neurobiologisch wird vermutet, dass eine erhöhte Aktivität im Temporallappen und Caudatum diese Fähigkeit unterstützt. Im Gegensatz zum fotografischen Gedächtnis umfasst HSAM primär autobiografische, nicht faktische Erinnerungen. Die Unfähigkeit, auch belastende Erinnerungen auszublenden, kann jedoch psychisch herausfordernd sein.
Die Stimmung in Worte fassen
Moskauer Viertel
im Winter
Moskauer Viertel
im Sommer
Staatliches Deutsches Gymnasium Riga
in der Āgenskalna iela
Jūrmala
Pressestimmen zu "Kaiserwald" - Buch und Hörbuch
"Diese vier losen Stränge, erzählt von vier hochkarätigen Sprecherinnen, werden langsam zum packenden Thriller verwoben."
HÖRZU
"Was all die Protagonisten dieses Romans miteinander verbindet, klärt Anja Jonuleit in einem steil ansteigenden Spannungsbogen mit Thriller-Qualitäten exzellent auf."
Ruhr Nachrichten
"In KAISERWALD führt Anja Jonuleit ihre verschiedenen Erzählstränge langsam zusammen und erzählt eine spannende und intelligente Geschichte."
hallo-buch.de
"Durch viele kleine Cliffhanger und wechselnde Zeiten sowie Erzählperspektiven bleibt der Spannungsbogen sehr hoch."
vonmainbergsbuechertipps
»Diese Stimmungen, diese Zeichnung der Figuren von butterweich bis messerscharf, dieses langsame Lüften des Vorhangs, der die eingehüllte Wahrheit (noch) verbirgt, ist einfach grandios gelungen!"
irveliest
„Anja Jonuleit gelingt es die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht zu halten, so dass man den Roman nur schwer aus der Hand legen kann."
Wochenblatt Lichtenfels
„Kaiserwald klingt nach Bullerbü, ist aber ein packender Thriller.“
sprenger spricht autorinsights
"Anja Jonuleit ist ein atemberaubender Thriller gelungen, der so dicht, so komplex und so spannend ist, dass man ihn nicht beiseitelegen kann."
Kieler Magazin
"Anja Jonuleit treibt den Hörer vor sich her, indem sie an den spannendsten Stellen immer wieder Cliffhanger einbaut und genau dann die Erzählperspektive wechselt."
literaturmarkt.info
"Es dauert etwas, bis man die Figuren und verschiedenen Zeitebenen zuordnen kann, dann aber wird man in das Geschehen eingesogen, will wissen, was damals geschah."
der-hoerspiegel.de
"Spannend, […] emotional – und es hat einen großen Nachteil: Kaiserwald ist der erste von zwei Teilen und die Geschichte hört buchstäblich brutal in der Mitte auf, gerade wenn es richtig, richtig spannend wird."
Radio 91.2 Dortmund
"Ein Trip mit ungewissem Ausgang. Und ein sehr gefährlicher [...] Ja, dieser Roman ist unglaublich spannend."
www.buecher.de
“Gekonnt setzt sie verschiedene Handlungsstränge, Blickwinkel und Zeitebenen zusammen."
Schwäbische Zeitung