DER APFELSAMMLER

„Immer wenn ich das Bild anschaue, denke ich, dass du dort saßt, an ebenjenem Tisch, zu ebenjenem Zeitpunkt, als ich mein Stativ aufbaute und darauf wartete, dass das Licht die richtige Qualität bekäme. Ich sehe dich vor mir, mit gerunzelten Brauen, in der rechten Hand einen Apfel haltend, mit der Linken in einem alten Buch blätternd, im Lichtkegel des Lampenschirms aus honiggelbem Glas. Und dann lächle ich still vor mich hin, ich kann gar nicht anders, auch wenn ich nicht weiß, wie du reagieren wirst, wenn ich bald zu dir gehen und dir nach langem Überlegen endlich diesen Brief geben werde. So viel Schreckliches ist geschehen, so vieles, das nie mehr gut zu machen ist."

Nach der Trennung von ihrem Freund reist Hannah nach Castelnuovo in Umbrien, um das Erbe ihrer geliebten Tante Eli anzutreten: ein kleines Steinhaus voller Rätsel. Beim Aufräumen fallen ihr alte Briefe von Eli in die Hände, und sie beginnt zu lesen … In den folgenden Tagen erkundet Hannah Castelnuovo, Elis zweite Heimat. Als sie zufällig auf ein Grundstück mit seltsam verbrannten Obstbäumen gelangt, wird sie unsanft von dort vertrieben. Dorfbewohner erklären ihr später, dass der schroffe Fremde harmlos und seine Leidenschaft das Züchten alter Obstsorten sei. Aus unerfindlichen Gründen hatte sich Eli einst mit dem »Apfelsammler« angefreundet, und auch Hannah sucht seine Nähe. Ist er der Schlüssel zu Elis Geheimnis?



"Später erweiterten wir unsere Kreise und trafen uns in einfachen Lokalen ohne Speisekarte, auf verschwiegenen Plätzen in Trastevere, in einem kleinen Kino in Ostiense, in dem wir uns fünfmal Rossellinis Roma, città aperta anschauten. Wir fuhren auf den Gianicolo, wo sich alle römischen Liebespaare treffen, und wenn wir sehr verwegen waren, aßen wir warm eingepackt ein Eis im Zodiaco und blickten vom Monte Mario aus hinunter auf die nächtlichen Lichter Roms."

Der erste Impuls

Vor Jahren stieß ich in der Geo auf einen Artikel. Er handelte von einer Frau namens Isabella Dalla Ragione, die auf einem abgelegenen Hof in Umbrien alte Obstsorten anbaut und sie so vor dem Aussterben bewahrt. Die Frau ist keine gewöhnliche Botanikerin, sondern eine Art Obstarchäologin oder, wie Geo sie nannte, ein "Indiana Jones der Streuobstwiesen". Ihr Kampf gegen das Vergessen hat mich sofort fasziniert und ich reiste ins obere Tibertal, in das Grenzgebiet zwischen Umbrien und der Toskana, wo Signora Dalla Ragione, ausgerüstet mit einer Veredelungsschere und einem Fotoapparat, durch verlassene Obstgärten streift und Triebe von alten Obstbäumen schneidet, um diese in ihren Mustergarten aufzunehmen.

Und dann erinnerte mich das Ganze auch an die Landschaft meiner Kindheit: an das zauberhafte Bodenseehinterland, wie es früher war, mit seinen Streuobstwiesen, auf denen Hochstämme unterschiedlichen Alters und Sorten zusammenstanden, bevor sie zunehmend modernen Niedrigstammkulturen wichen – schnurgeraden Baumreihen, auf Ertrag getrimmt und oft unter Plastiknetzen verborgen.

Rom, ewige Stadt: Auch sie spielt eine Rolle in meinem Roman. Aber dorthin musste ich nicht reisen, ich kenne - kannte - sie gut, habe dort in den späten Achtzigern einige Jahre gelebt.

Der Apfelanbau am Bodensee

Die Stimmung in Worte fassen

Rückansicht Hof der Apfelsammlerin 

Rückansicht Hof der Apfelsammlerin 

Haus in Monte Santa Maria Tiberina

Aussicht vom Hof auf gegenüberliegenden Hügel

der Mustergarten

der Mustergarten

der Mustergarten

Birnen - aber welche waren das nochmal?

uralter Obstbaum

Süßmandel oder Mandelbaum

Gelbe Pflaume Regina Claudia




"Betrunkene Birne" - auch Pera cocomerina genannt




Muskatellerbirne




Wachsapfel




Wachsapfel




Pressestimmen zu "Der Apfelsammler"


"Die deutsche Autorin Anja Jonuleit erzeugt eine wunderbare Atmosphäre."
Freundin

"In dem fesselnden Buch wird abwechselnd aus dem Leben der beiden Frauen erzählt und dabei dem Leser das Gefühl vermittelt, mit ihnen in Italien zu sein."
Landlust 


"Wunderschön!"

TV Movie 

 
"Ein mitreißender (Sommer-)Roman voller menschlicher Abgründe - höchst lesenswert."
Die Rheinpfalz


"Der Autorin glückt ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte."
Hörzu

"Sie versteht es wunderbar, dramatische Elemente mit Spannung zu verbinden und daraus eine mitreißende Story zu knüpfen."

Wochen-Anzeiger Gunzenhausen 


"Dieses Buch hat alles, was ein gutes Buch ausmacht."

herzpotenzial.com 

"Für mich ist ›Der Apfelsammler‹ garantiert eins der Highlights in diesem Jahr." 

buchcouch-forum.de 

"In ›Der Apfelsammler‹ beweist Anja Jonuleit erneut ihr großes erzählerisches Talent."
Lünebuch

"So wie alle Romane von Anja Jonuleit hat auch dieser Suchtpotenzial."
Oberösterreichische Nachrichten 


"Sie versteht es wunderbar, dramatische Elemente mit Spannung zu verbinden und daraus eine mitreißende Story zu knüpfen."
Wochen-Anzeiger Gunzenhausen
 

"Einfach schön, dramatisch schön."

Südostbayerische Rundschau 


"Berührender Roman von Anja Jonuleit."

Auf einen Blick 


"Ein kluger, sehr unterhaltsamer Roman!"

der-kultur-blog.de 


"Spannend und ergreifend, die perfekte Lektüre für lange Sommerabende!"

Rieder Schärdinger Magazin 

 

"Beste Unterhaltungsliteratur."

www.fachbuchkritik.de

"Der Apfelsammler‹ ist ein berührendes Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte, bis man alles erfahren hat."
ebook.de

"Wunderbar beschreibt Jonuleit auch Landschaften, Dörfchen und lässt natürlich den Duft von Äpfeln durch ihr Buch wehen." 

Heilbronner Stimme 


"In ihrem vielschichtigen Roman ›Der Apfelsammler‹  erzählt Anja Jonuleit eine dramatische deutsch-italienische Liebes- und Familiengeschichte. Zugleich thematisiert sie authentisch die Befreiung der Protagonistin aus der belastenden Enge eines konservativen Elternhauses Mitte der 1960er Jahre."
 Mittelhardter Rundschau 


"Rührend!"
 Alles für die Frau 

 

"Ein richtig schöner Schmöker ist der Roman ›Der Apfelsammler‹ von Anja Jonuleit." 

Nord Express 

 

"Zwei Leben, die miteinander verwoben sind, werden Sie in ihren Bann ziehen." 

Radio Charivari 98 

 

"Unterhaltung vom Feinsten." 

Anzeiger für Harlingerland 

 

"Für mich ist Anja Jonuleit ein Synonym für anregende und fesselnde Lesestunden, sprich: Ambiente, Sprache, Geschichte." 

evamarianielsen.com