HERBSTVERGESSENE

„Ich hatte eine Mutter, der es schlicht zu langweilig war, sich um ein Kind zu kümmern. Da gab es nichts, wo sie glänzen konnte, keine Bühnen, auf denen sie sich präsentieren konnte. Wissen Sie, dass sie meinen Geburtstag meistens einfach vergessen hat?“ 

Drei Frauen, drei Leben

Für eine Versöhnung ist es zu spät: Zehn Jahre lang hat Maja Sternberg keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter Lilli gehabt - jetzt ist Lilli tot. Die Polizei in Wien spricht von Selbstmord. Doch daran mag Maja nicht glauben. In der Wohnung ihrer Mutter findet sie deren Geburtsurkunde: Der Name des Vaters fehlt. Als Geburtsort ist Hohehorst eingetragen. Ein Foto zeigt Großmutter Charlotte mit einem Baby, doch dieses dunkle Baby hat keinerlei Ähnlichkeit mit der hellblonden, blauäugigen Lilli. Von Schuldgefühlen und Neugier getrieben, begibt Maja sich auf die Spurensuche und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, das alle Gewissheiten in ihrem Leben mit einem Schlag zunichtemacht ...


Der erste Impuls

Es war im Spätsommer 2003, als ich, schwanger mit dem vierten Kind, in einer Buchhandlung stand und mein Blick auf einen Titel fiel: Deutsche Mutter, bist du bereit. Alltag im Lebensborn. Auf dem Cover: ein Neugeborenes und eine NS-Schwester mit einem kleinen Hakenkreuzanstecker. Sofort stellten sich mir die Nackenhaare auf und ich weiß noch, dass ich das Buch, nachdem ich zu lesen begonnen hatte, nicht mehr aus der Hand legen konnte. Vielleicht war es die Schwangerschaft, die mich besonders sensibel für das Thema machte, aber ich stellte mir vor, wie es für diese Frauen damals gewesen sein musste: Ledig zu sein und ungewollt schwanger zu werden in einem ihnen feindlich gesonnenen Umfeld und dann in dieser seltsamen Parallelwelt namens „Lebensborn“ zu landen. Und während um sie her ein irrsinniger Krieg tobte und überall Mangel herrschte, lebten diese Frauen dort umhegt und umsorgt, mit Vollverpflegung aus dem eigenen Gemüsegarten.

 

„Wir näherten uns langsam, auf einer kiesbestreuten Auffahrt, entlang eines weiten Platzes mit kreisrunder Rasenfläche in der Mitte, auf der zwei Fahnenmasten mit Hakenkreuzen standen. Ich weiß noch, wie ich tief durchatmete und, um mein Herzklopfen einzudämmen, zu zählen begann: neunzehn Fenster auf der Frontseite, neun Gauben mit Dachfenster, vier Kamine und einen Ausguck in Dachmitte.“ 

Kurzer Einblick in die Themenwelt:

 Lebensborn

Die Lebensborn-Heime waren Einrichtungen der SS im NS-Staat, gegründet 1935 zur Förderung „arischer“ Geburten. Sie boten unverheirateten Frauen, die als „rassisch wertvoll“ galten, Unterkunft und Unterstützung und ermöglichten die Adoption ihrer Kinder durch SS-Familien. Zudem wurden Kinder aus besetzten Gebieten, die dem „arischen“ Ideal entsprachen, zur „Eindeutschung“ in deutsche Familien integriert. Die Heime dienten der Umsetzung der NS-Rassenpolitik und der Stärkung einer „arischen“ Bevölkerung. Dieses System war ein erschütterndes Beispiel für die grausame Ideologie und Menschenverachtung des NS-Regimes, das Kinder und Familien brutal trennte und missbrauchte, um seine rassistischen Ziele zu erreichen. 

Die Stimmung in Worte fassen

„Jetzt konnte es nicht mehr weit sein. Die Landschaft hier war ganz Felder und Wiesen, alte Eichen, die ihre welligen Arme in die Luft reckten, vereinzelte Gehöfte, Backstein und Fachwerk, hin und wieder die geschnitzten Pferdeköpfe der Niedersachsenhäuser.“

Landschaft um Hohehorst

 Landschaft um Hohehorst

„Da war es. ein Schild, auf dem Hohehorst stand und darunter Hauptstraße 1.“

Hohehorst die Auffahrt

Hohehorst Pförtnerhaus

Hohehorst Pförtnerhaus

Hohehorst Pförtnerhaus

Hohehorst

Hohehorst

Hohehorst Küche

 Hohehorst Terrasse 

Hohehorst Seiteneingang

Hohehorst Statue

 Hohehorst Statue

Hohehorst Teich

 Park von Hohehorst

 Park von Hohehort

 Park von Hohehorst

Rhododendren im Park von Hohehorst

Park von Hohehorst mit See

Hohehorst Teich

Pressestimmen zu "Herbstvergessene"

"Wunderbar witzig-ironisch und berührend geschrieben." 

Berliner Morgenpost

" ... spannend bis zur letzten Seite und in einer sehr schönen Sprache."
Münstersche Zeitung 

 

"... liest sich spannend wie ein Krimi und ist zugleich ein Familienroman über drei Frauen, deren Leben und über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter."
Südkurier

 

"Ein flüssiger Schreibstil, ein intelligent konstruierter Plot, Spannung, die bis zum Ende bleibt und ein grandioses Finale – ein Krimi der Extra-Klasse." HNA Hofgeismarer Allgemeine

 

"Geschickt verwebt die Autorin die beiden Zeitebenen des Romans miteinander. Geheimnis umwoben bleibt die spannende Familien-geschichte bis zum Schluss, auch deshalb, da sich bis heute noch viele Gerüchte um die sogenannten Lebensborn-Heime ranken. Anja Jonuleit versteht es meisterhaft, den Leser zu packen und an das Buch zu binden."
Freies Wort, Buchtipp

 


"Ein historisch lehrreiches Buch, ein dichtes Psychogramm dreier Frauen [...], das man ungern aus der Hand legt."
Schreiblust-Verlag

 

"In Herbstvergessene gelingt es der Autorin Anja Jonuleit hervorragend, die spannende Suche einer zuvor nicht an ihren Wurzeln interessierten 41-jährigen mit einem unerklärlichen Todesfall zu verknüpfen."
Preußische Allgemeine Zeitung

"Eine berührende Familientragödie über drei starke Frauen, die uns auch ein Kapitel deutscher Geschichte näherbringen. Ein sehr empfehlenswertes Buch!"
Waldeckische Landeszeitung

 

"Anja Jonuleit verbindet in Herbstvergessene die Schicksale dreier sehr unterschiedlicher Frauen aus drei Generationen zu einer packenden, atmosphärisch dichten Familien-Saga." Westdeutsche Allgemeine Westfälische Rundeschau
Neue Ruhr Zeitung


"Was wie eine Beziehungsgeschichte zwischen Mutter und Tochter beginnt, entpuppt sich als spannender Kriminalroman mit überraschendem Ausgang."
Westfalenpost Schwelm 

Anja Jonuleit kann Spannung aufbauen, mit wenigen Worten eine Stimmung erzeugen, dass es einem kalt über den Rücken läuft.
Vorarlberger Nachrichten
 

 "Ein gut recherchierter Krimi mit historischem Hintergrund."
Schwäbische Zeitung

 

" … eine kraftvolle, spannende Geschichte für intensive Lesestunden."

Ludwigsburger Wochenblatt
 

"Und im letzten Drittel des Romans nimmt die Geschichte an Fahrt auf, bleibt biographisch, wird gar zu einem nervenzerreißenden Krimi."
Die Norddeutsche/Weser-Kurier


 "Was für ein tragisches Familiengeheimnis in diesem gefühlvoll wie fesselnd geschriebenen Roman."

Mainhattan Kurier

"Eine spannende und kraftvolle Geschichte, fesselnd erzählt."

Thüringische Landeszeitung

 "Selten ein so fesselndes Buch gelesen!"

vonmainbergsbuechertipps